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Eine Geschichte aus dem neuen Prohlis

20 Jahre in Prohlis

Als ich ein kleiner Junge war, hatte ich nachts häufig einen Traum – es drehte sich immer um einen Bauernhof in einer Stadt ...

... Weil „in Prohlis einiges schief laufe“, wurde ich Anfang 1991 von der Prohliser Erbengemeinschaft v. Kap-herr gebeten, „mich darum zu kümmern, zumal ich als BWL-Student ja genügend Zeit dafür hätte“. Worum sollte ich mich da denn kümmern, die Familiendokumentation war weitestgehend verloren, das Rittergut Prohlis wurde doch nach 1945 enteignet, die Familie vertrieben und eine Rückgabe war wegen dem darauf errichteten Wohngebiet unmöglich. 

Also fuhr ich recht erwartungslos im Mai 1991 mit einigen Unterlagen und Adressen für eine Woche nach Dresden. Wegen anfänglich sehr merkwürdiger Begegnungen mit dubiosen und eigennützigen Personen fühlte ich mich sofort verpflichtet, für gute Aktivität in Prohlis Verantwortung zu übernehmen. Und so führten mich hier bald sehr vernünftige Menschen auf den richtigen Weg. Es folgten weitere Reisen nach Dresden und einige Jahre später hier sogar die Wohnsitznahme – aus einem Kindertraum wurde eine Berufung.

Die Erbengemeinschaft v. Kap-herr konnte nämlich im Wege der Gütlichen Einigung und damit einhergehender Verbindungen dem Ortsamtsgebiet Prohlis nennenswerte Investitionen zuführen (z.B. die Errichtung von Gewerbebetrieben am Langen Weg und an der Prohliser Allee, das Leubnitztreff und das PROHLISZENTRUM, die Instandsetzung des Prohliser Wäldchens). 

Gegenseitiger Respekt im Miteinander führten zu Zusammenhalt und Vertrauen, aus vielen dieser einst geschäftlichen Begegnungen sind wunderbare Freundschaften erwachsen. So möchte ich im Namen der Familie der Freiherren v. Kap-herr DANKE sagen insbesondere an:

Ingrid Audehm, Wilhelm Bachmair, Werner Barlmeyer, Axel Bauer, Georg Beck, Gabriele Bibol, Jörg Bösche, Sabine Budig, Thorsten Detto, Ute Enderlein, Dieter Eube, Herbert Feßenmayr, Frau Gericke, Karl-Detlev Göbel, Claudia Görlach, Lele Greppi, Michael Grötsch, Liselotte Gründel, Lothar Gubsch, Dietmar Haßler, Peter Hermann, Christoph Hille, Andreas Horn, Josef Höß, Erich Iltgen, Sylvia Jenke, Helmut Jungtäubl, Anny Kaiser, Ingrid van Kaldenkerken, Reinhard Keller, Rainer Klan, Gabriele Knigge, Ingrid Körner, Siegfried Koge, Helmut Krüger, Heinz Kruse, Thomas Kübler, Bernd Kugelberg, Christoph Kuhbier, Reiner Kuklinski, Andreas Lämmel, Jörg Lämmerhirt, Heidi Lederer, Christian Lehmann, Winfried Lehmann, Ralf Leidel, Albrecht Leonhardt, Joachim Liebers, Markus Lindenstruth, Harald Marx, Kerstin Marx, Christian Menzel, Eva Meyer, Werner Moll, Birgit Monßen, Martina Müller, Peter Munkelt, Michael Müßiggang, Hans-Joachim Neidhardt, Cornelia Nelles, Peter Neukirch, Claus-Peter Nofri, Norbert Olbrich, Petra Opfer-Martz, Herrn Poppe, Alf Prasch, Hellmuth Rathgeber,

Denn trotz enormer Widerstände begegnete ich in den besuchten Behörden und Institutionen zunehmend Menschen mit gemeinsamen Visionen, die den Kap-herr’s wieder zu einer Identität in Dresden verhalfen:

durch Wiedererstellung der Familiendokumentation,
durch Wiedereinrichtung
der Landwirtschaft
und sogar durch
einige Rückgaben.

 

Prohlis "von oben" - damals und heute aus der Vogelperspektive

Rainer Rauch, Klaus-Dieter Rentsch, Ulrike Riedel, Irmtraut Riethmüller, Michael Rommel, Ingolf Roßberg, Elke Rößler, Veronika Rowe, Steffen Rulc, Stefan Schmid, Kajo Schommer, Christian Schwarz, Jürgen Schwarz, Uwe Schwenke, Ursula Seliger, Martin Stein, Andrea Steinhof, Herrn Stetter, Frank Tietze, Heiko Thater, Detlef Thiel, Franz Thoma, Herrn Trülzsch, Anke Uhlemann, Herbert Wagner, Jörn Walter, Eberhard Weigert, Thomas Weihermüller, Jörg Wieck, Manfred Winkelmann, Rolf Wolgast, Reinhard Worm, Herrn Zeibig und Carla Zschoppe.

Sie sollen auch stellvertretend sowohl für alle hier ungenannten Mitstreiter als auch für die vielen Prohliser Bürgerinnen und Bürger stehen, 

die dazu beigetragen haben, daß wir uns mit ihnen immer verbunden fühlen. Einige sind nicht mehr unter uns, wir werden sie aber nie vergessen. 

Im Alltag vergißt man schnell, daß vieles nicht selbstverständlich ist. Eine starke Gesellschaft und Solidargemeinschaft braucht Bürger, die sich ihrer Verantwortung bewußt sind und Engagement übernehmen.

Die Kap-herr’s jedenfalls fühlen sich Prohlis seit über 140 Jahren mit Freude verpflichtet. Wir hoffen, unser Engagement in Prohlis noch lange weiterführen zu können.

Moritz Frhr. v. Crailsheim        Mail an den Autor

Luftbilder, Städtisches Vermessungsamt Dresden Stand 08.04.2010 (farbig) und 30.10.1991 (s/w)

 

Dieser Artikel erschien im Jahr 2011 in der Broschüre zum 20. Prohliser Herbstfest

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